Sonntag, 18. November 2007

DKV-Materialbrief RU

Beim DKV gibt es seit dem vorigen Jahr einen Materialbrief RU für die Primarstufe. Die Heftchen beinhalten religionspädagogische Überlegungen, methodisch-didaktische Anregungen, Bausteine und Materialien zu den jeweiligen Themen.
Bisher erschienen:


  • Anfangsstunden im Religionsunterricht (Bausteine für die 1. und 2. Klasse)

  • Gottesloblieder im Religionsunterricht (erarbeitet von Konrad Raischl)

  • Mit allen Sinnen beten

  • Kinder erschließen Kirchenräume (Materialien ab der 3. Klasse)

  • Wie Juden ihren Glauben leben (Materialien für freie Arbeit mit Stationen)


Alle Ausgaben liegen an der KPHE zur Einsichtnahme auf!


Abo (4 Hefte jährlich, zum Preis von € 6,80 zzgl. Versandkosten) bei:


DKV-Buchdienst, Preysingstraße 97, 81667 München


Tel: 0049 89 48092-1245,


E-Mail: buchdienst@katecheten-verein.de


Samstag, 17. November 2007

open door Gästezimmer

Willkommen in meinem Gästezimmer!

Hier findet ihr Anregungen, Interessantes, Wissens- und Nachahmenswertes - von euch!

Du hast ein tolles Buch gelesen, einen empfehlenswerten Film gesehen, planst, startest eine Aktion in deiner Schule/Pfarre oder kannst schon über den Verlauf berichten... u.v.m., Hochzeiten, Nachwuchs - das alles hat hier Platz! Schick mir einfach ein Mail (möglichst mit Foto) und teile die Neuigkeiten mit uns!



Claudia Schmölzer hat mir dieses Foto vom Erntedankfest in ihrer Pfarre geschickt, für das sie mit den Kindern dieses Transparent gestaltet hat.
"Auf den Früchten stehen ihre selbst formulierten Danksätzchen. Sie haben es echt gut gemacht und ich muss sagen, es hat mich sehr berührt, was sie hinauf geschrieben haben."

Dienstag, 13. November 2007

Jesus für Fortgeschrittene

13.11.2007

Eine Antwort auf „Das Sakrileg“ und andere Dichtungen


Studientag der KPHE Kärnten mit Dr. Karl-R. Essmann am 13.11.2007 im Diözesanhaus


Dr. Karl-R. Essmann

Was hat es wirklich auf sich mit dem Werk von Dan Brown? Welche „Antworten“ gibt er in seinem Bestseller? Wie reagiert die Theologie und soll sie überhaupt reagieren? Welche Antworten hat sie auf diesen „Sakral-Thriller“, dieses Netz aus Fiktion und Fakten?
Karl Essmann spannte den Bogen zwischen historischen Gewissheiten und Legenden. Er beleuchtete die Fragen ob Jesus Geschwister, Ehefrau und Kinder hatte zunächst anhand biblischer Texte. Im zweiten Teil wendete er sich den Apokryphen zu, denen er als Erbauungsliteratur und Ausschmückungstexte, von denen vieles ins Brauchtum eingeflossen ist, ihren Platz zuwies. Spannend waren auch seine Ausführungen zur Geschichte und zu Aufstieg und Fall der Templer.



In „Jesus für Fortgeschrittene“ wurde deutlich, wenn jemand Vorurteilen glauben will, helfen kognitiver Zugang und Sachinformationen nicht. Für Christen (ob Anfänger oder Fortgeschrittene) geht es jedoch nicht um den Familienstand oder die sexuelle Unberührtheit von Jesus, sondern um Erlösung und Auferstehung!

Dr. Karl-R. Essmann



Karl Essmann stellte an den Schluss seines mit Geist, Witz, Humor und unnachahmlicher Rhetorik gehaltenen Vortrags ein Gespräch zwischen einem, der an Christus glaubt und einem, der nicht glaubt:

Da sagt der eine: „Also, du glaubst also an diesen Jesus von Nazareth?“
Sagt der andere: „Ja!“
„Also, dann sag mir einmal, wann ist Jesus also wirklich geboren?“ – „Das weiß ich nicht!“
„Sag mir dann, wie viele Geschwister hatte er?“ – „Das weiß ich nicht!“
„Sag mir, war er verheiratet oder nicht?“ – „Das weiß ich nicht!“
Da sagt der eine: „Also, du weißt aber wirklich sehr wenig für einen, der behauptet, an Jesus zu glauben!“
Und der andere antwortet: „Du hast Recht! Ich weiß tatsächlich wenig über ihn. Das ist schade. Aber eines weiß ich: Er gibt meinem Leben einen Halt, eine Tiefe und einen Sinn, er hat mir die Banalität des Lebens genommen, ohne ihn wäre mein Leben unendlich ärmer. Er ist bei mir, was immer auch in meinem Leben geschieht. Für die Welt ist er vielleicht irgendwer – für mich ist Jesus die ganze Welt. Weil ich ihn liebe. Soviel weiß ich von diesem Jesus, dem Christus aus Nazareth.“



Einen ausführlichen Bericht von Maria Ruppacher findet ihr auf der Homepage der KPHE

Freitag, 9. November 2007

Heilende Begegnungen aus der Kraft des Glaubens

08.11.2007

Krisenbegleitung am Lebensort Schule:

Andrea Kerschbaumer, Andrea Nindler und Gerhard Simonitti

Aus ihren unterschiedlichen Zugängen (schulorganisatorisch, psychologisch-therapeutisch, religionspädagogisch und theologisch) befassten sich die ReferentInnen mit diesem schwierigen Thema. Einer praktischen Übung zum Spannungsabbau folgte eine informative allgemeine Einführung zum Krisenbegriff, Krisenverlauf, möglichen Problemen, notwendigen Erfordernissen, Möglichkeiten und auch Grenzen von und für HelferInnen. Ein weiterer Schwerpunkt war die gerade in Krisen auftauchende Frage nach Gott. Im zweiten Teil wurde mit Hilfe eines Rollenspiels ungemein anschaulich erarbeitet, wie sensibel im Krisenfall vorgegangen werden sollte und wie wichtig ein Krisenplan und ein möglichst gut vorbereitetes und informiertes Team sind. Die christliche Dimension und hilfreiche Rituale kamen ebenso zur Sprache wie schulorganisatorische Hinweise.


Ein überaus gelungenes und vor allem sehr notwendiges Seminar, ausgezeichnet aufbereitet und von den ReferentInnen sensibel begleitet, von den TeilnehmerInnen dankbar und mit großer innerer Beteiligung angenommen – bewegend und dicht!


Die schulorganisatorischen Hinweise von FI Andrea Kerschbaumer als pdf.Datei unter http://www.kphe-kaernten.at/aktu/beri/2007-11-08/Heilende%20Begegnung_Kerschbaumer_Inspektion.pdf

Sinnorientierte Pädagogik

07.11.2007

Daniela Fellner-Beer und Maria Silan:

Der Mensch, der sich in seiner Existenz verdankt weiß





Daniela Fellner-Beer und Maria Silan liegt besonders die Vermittlung des theoretischen Hintergrundes der Religionspädagogischen Praxis (RPP) am Herzen um das praktische Tun auf ein solides Fundament zu stellen. Die vier Einheiten der Seminarreihe haben das Menschenbild der RPP zum Inhalt:



Der Mensch,

...der die Welt mitgestaltet
...der sich in seiner Existenz verdankt weiß
...der begrenzt lebt und scheitern kann und der erlöst ist
...der in und durch Beziehung wird und lebt
...der nach Sinn fragt und sucht.


Das Thema „…der sich seiner Existenz verdankt weiß“ veranschaulichten die Referentinnen bei diesem ersten Termin am Beispiel der Bibelstellen von der Jakobsleiter, den ägyptischen Plagen und dem Propheten Elija.

Grenzen setzen bei Erwachsenen

22.10.2007

Gudrun Weiß

Die ReligionslehrerInnen der Klagenfurter Katechetenkreise widmeten sich diesem immer wiederkehrendenThema unter der professionellen (An-)Leitung von Gudrun Weiß im Rahmen eines Workshops: Was will ich? Wie sage ich es (mit Hilfe gewaltfreier Kommunikation)?

Gudrun Weiß

Grenzüberschreitungen werden subjektiv erlebt. Wichtig ist vor allem, dass sie angesprochen werden, damit der/die Über-schreitende erkennen kann, dass er/sie zu weit gegangen ist. In praktischen Übungen wurden die TeilnehmerInnen dazu angeleitet, ihre Grenzen wahrzunehmen. Der theoretische Teil informierte u.a. über die „inneren Knöpfe“ und Schritte zum gekonnten „Nein-Sagen“.

Vier Augen sehen mehr als zwei

08.10.2007
Kollegiale Beratung

Dr. Gerhild Thuller-Arneitz, langjährige Besuchsschullehrerin und Praxisbetreuerin an der PH Kärnten (vormals PÄDAK), gab in ihrer ruhigen, humorvollen Art einen guten Einblick in die Techniken eines guten Beratungsgesprächs, wie Feedback, Rahmenbedingungen für eine beratungsorientierte Nachbesprechung und Anregung von Reflexion.
Dr. Gerhild Thuller-Arneitz
Mit Hilfe einer praktischen Übung wurde sehr lebendig veranschaulicht, wie ein Analysegespräch geführt werden kann. Da das Seminar nicht nur den BesuchsschullehrerInnen der KPHE Kärnten sondern zusätzlich TeilnehmerInnen der Berufseingangsphase und des ZLG „Professioneller Umgang mit Störungen im Unterricht“ offen stand, ging die Referentin auf die positiven Möglichkeiten im Einsatz von rhetorischen Kompetenzen und Körpersprache im Unterricht ein, machte aber auch darauf aufmerksam, wo in diesen Bereichen auf Fallen und Gefahren zu achten ist. Im Abschluss wurden noch gemeinsame Handlungsvarianten für spezielle, problematische Unterrichtssituationen erarbeitet, hier zeigte sich, dass eine Gruppe, die gut miteinander arbeitet, enorme kreative Kapazitäten hat.
Marilies Dohr