Dienstag, 11. Dezember 2007
Das Schuljahr zieht sich
Die kleine feine Gruppe der Berufseinsteigerinnen schaute in diesem Pflichtseminar der BEPH zurück auf die ersten Monate des Schuljahres und wagte gleichzeitig den Blick voraus in die Zukunft: Wo stehe ich und wo will ich (demnächst - früher oder später...) hin?
Gemeinsam mit dem Team der KPHE (Gisela Baumann, Marilies Dohr, Gerda Gstättner und Renate Kaiser) gingen sie der Frage nach, was dafür nötig ist.
Der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Anliegen der frischgebackenen Religionslehrerinnen (von der Gestaltung von Elternabenden im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung bis zum RU in der Berufsschule) folgte die Klärung der Forschungsfragen, mit denen sie sich in den nächsten Wochen und Monaten intensiv auseinander setzen werden.
Ein intensiver und für alle bereichernder Erfahrungsaustausch sowie gemeinsame Überlegungen über mögliche weitere Fortbildungsangebote rundeten den gelungenen Nachmittag ab.
Alles Gute und Gottes Segen zum Geburtstag!
Ich wünsche dir,
dass immer dann, wenn unerwartet
ein kalter Wind durchs Leben weht,
jemand da ist, der spürt,
dass du gerade jetzt
viel Wärme brauchst.
( Gerda Ludwig)
Alles Gute zum Geburtstag im Dezember
01.12. Elisabeth FELLNER, Ivan OLIP
03.12. Dorothea BAN, Barbara ROSENZOPF
05.12. Ulrike KRONAWETTER
06.12. Alexandra MOSER
09.12. Barbara SALENTINIG, Maria RUPPACHER
12.12. Maria TORKER
17.12. Janes TRATAR
18.12. Wolfgang BARANI
19.12. Edeltraud MOSER
20.12. Irene Christine SANDRIESSER, Karl-Heinz HULMAK
23.12. Gerda GSTÄTTNER
24.12. Diana ERKER
26.12. Renate KAISER
29.12. Manuela KALTSCHMIDT
Freitag, 7. Dezember 2007
Der Friede beginnt in mir
Einkehrtag der ReligionslehrerInnen mit Pfr. Mag. Hans-Peter Premur im Kloster Wernberg
![]() | "Nehmt mein Joch auf euch ... dann werdet ihr Ruhe finden." |

Angeleitet von Hans-Peter Premur begaben sich die ReligionslehrerInnen in diese Erfahrungen:
"Unruhig ist unser Herz bis es Ruhe findet in dir..."
Die Anfänge dieser Gebetsform gehen zurück bin ins die Zeit der Kirchenväter. Das Jesusgebet verbreitete sich vor allem in der Ostkirche, ist aber bis heute auch in weiten Kreisen des Westens bekannt.
Dieses Gebet ist eine Meditation, an der auch der Körper beteiligt ist. Der ganze Mensch soll frei sein von Unrast. Man muss sich zur Ruhe kommen lassen. Die Muskulatur soll völlig entspannt sein. Man wiederholt im Einklang mit dem Herzschlag oder mit dem Atem unablässig: "Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner", oder "Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich unser." So versenkt man sich in die Gegenwart Jesu.
Nicht nur die Versenkung in Gott wird durch diese ständige Anrufung des Namens Jesu gefördert, sondern auch die Empfindung von Frieden und Versöhnlichkeit gegenüber allen Menschen, das Zurücktreten der eigenene Interessen und die Gelassenheit. Das Jesusgebet wird von jenen, die es üben, als ein Weg zur inneren Freiheit bezeichnet. (GL 6)
Hans C. Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter.
Emmanuel Jungclaussen (Hrsg.): Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers. Herder (Taschenbuch 2007)
So 23.12.2007, 18:00 Uhr Don Bosco Kirche Klagenfurt,
Bischof Dr. Köstner-Platz 2 (Rosentalerstraße gegenüber Interspar)
Ansprache: Hans-Peter Premur
Religiöse Feiern in multireligiösen Klassen?
29.11.2007
Seminar mit Sr. Maria Andreas Weißbacher, Kontaktstelle für Weltreligionen und Mag. Hermann Josef Repplinger, Theologisches Institut
Auf Grund der stark steigenden Anzahl von andersgläubigen Menschen (in erster Linie Muslime) vor allem in den Ballungsräumen Villach und Klagenfurt, aber auch in kleineren Gemeinden stehen ReligionslehrerInnen vermehrt vor der Herausforderung, multireligiöse Feiern mitzugestalten. Das Seminar hatte daher besonders den Islam im Blickpunkt. Ziel der Veranstaltung war einerseits die Sensibilisierung für die Problematik und andererseits das gemeinsame Erarbeiten von verwendbaren Texten und fundierten Formen von Feiern. Grundlage dafür waren das Arbeitspapier des KEK/CCEE-Ausschusses „Islam in Europa“ und die Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz.

Für Sr. Andreas Weißbacher geht es dabei nicht um Einheit in Uniformität sondern Vielfalt. Sie sieht das gemeinsame Gebet als intensivste Form des von den letzten Päpsten ständig eingemahnten interreligiösen religiösen Dialoges. Es braucht jedoch das Bemühen um eine dialogische Haltung im Alltag, damit auf einer tieferen Ebene Geschwisterlichkeit erfahrbar werden kann. Anzustreben sind multireligiöse Gebete (jede Gruppierung bereitet selber vor), von interreligiösen Gebeten (gemeinsames Beten) ist abzuraten.
In der Vorbereitung multireligiöser Feiern gilt es wichtige Punkte zu beachten:
- Menschliches Vertrauen
- Rechtzeitige Benachrichtigung und Einbindung aller Beteiligten
- Gemeinsame partnerschaftliche Vorbereitungen (Das setzt im schulischen Bereich eine gutfunktionierende Schulpartnerschaft voraus!)
- Sensibilität für das jeweils Andere
- Neutrale Anlässe (Schulschluss, Schulabschluss, Erntedank) – manche Feste verschiedener Religionen lassen sich möglicherweise verbinden (z.B. Martinsfest und Zuckerfest)
- Für alle akzeptable Texte (z.B. keine Trinitätsformel)
- Keine einseitig festgelegten Rahmenbedingungen
- Keine spontanen Einfälle! An das vereinbarte Konzept halten! (z.B. keine freien Fürbitten!
- Ungewohnte Gesten gut erklären
- Ein Gottesdienst ist nicht Platz für theologische Auseinandersetzungen oder für Aufrechnung historischer Fehlentwicklungen!
Möglicher Feier-Ablauf
erarbeitet von Sr. M. Andreas Weißbacher, Mag. Hermann Josef Repplinger und allen TeilnehmerInnen
Eröffnung Schulleitung begrüßt (oder Person, auf die sich alle geeinigt haben)
Gebet a) VertreterIn einer religiösen Gruppe oder
b) Gebet jeder Gruppe in vereinbarten Reihenfolge (Richtlinie: insgesamt nicht länger als 4 min., d. h. bei 4 Gruppen ca. 58 sec. pro Gebet)
Lied/ruf oder Instrumentalmusik, möglich mit Bewegung
Lesung aus heiligen Texten (was/wer/wie viel?), wenn mehrmalige Feiern geplant sind, aufteilen (z. B. Jahresplanung oder auf Jahre verteilen)
(Homilie) (Religiösen Text auf Leben umsetzen) oder
Zeichenhafte Umsetzung: Zeichenhandlung/Worthandlung
Bitten für… (pro religiöse Gruppe gleich)
- Gott/Kirche
- Welt/Schöpfung
- Not, allgemeine
- evtl. Verstorbene
- Verbindendes (= Persönliches)
Lied
Gemeinsames Gebet (zusammenfassend)
Wichtig dabei ist Maß in der Zeit!
„Die Unterschiede zwischen den Religionen sind weniger wichtig im Vergleich mit der Einheit, die radikal, grundlegend und entscheidend ist.“
Johannes Paul II., 1986 in Assisi
Elke Kuhn: Christlich-muslimische Schulfeiern. Grundlegende Sachinformationen, ausgearbeitete Entwürfe, weiterführende Arbeitshilfen. Neukirchner Verlagshaus 2005 (Richtpreis € 16,70)
Leitlinien für multireligiöse Feiern von Christen, Juden und Muslimen. Arbeitshilfen 170. Eine Handreichung der deutschen Bischöfe. 25. Januar 2003
http://www.dbk.de/schriften/data/3708/index.html
Weitere Unterlagen aus dem Seminar auf Anfrage bei Sr. Andreas oder an der KPHE:
renate.kaiser@kath-kirche-kaernten.at
Tel.: +43 (463) 5877 2203
Weitere Informationen:
Kontaktstelle für Weltreligionen
Tarviser Straße 30, 9020 Klagenfurt
Tel.: +43 (463) 5877 2166
sr.andreas@kath-kirche-kaernten.at
Wege zum Glück? – Spielarten der „neuen Religiosität“
Studienhalbtag der Region Lavanttal mit Lambert JASCHKE
Lambert Jaschke vom Referat für Weltanschauungsfragen beleuchtete in diesem Studienhalbtag unterschiedliche Formen der „neuen Religiosität“ und die Hintergründe, die diesen Boom begünstigen (gesellschaftliche Umbrüche, Erfahrung kirchlicher Defizite sowie Bedürfnisse, Sehnsüchte und Interessen, die neue religiöse Gruppierungen ansprechen).
Er setzte sich weiters mit den unterschiedlichen Definitionen (theologisch, ethisch, umgangssprachlich) von „Sekte/n“ auseinander und ging vor allem auf die vorhandenen Fragen der TeilnehmerInnen zu diesen Bereichen sehr gut ein.

Rege Diskussionen und ein spannender Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den ReligionslehrerInnen der beiden Katechetenkreise zeigten, wie wichtig Sensibilität für die spezifische Problematik, Hintergrundwissen und genaues Hinschauen sind.
Besonders positiv empfunden wurde auch die Gastfreundschaft in St. Paul: einerseits das Ambiente in den wundervollen Räumlichkeiten des Stiftes und andererseits die liebevoll vorbereitete Stärkung.

Konflikte
Wenn Konflikte sichtbar werden
Die Art und Weise, wie Konflikte ausgetragen werden, hängt u.a. auch davon ab, wie das „Wesen“ von Konflikten verstanden wird und welche Funktionen ihnen im menschlichen Zusammenleben zugeschrieben werden.
renate.kaiser@kath-kirche-kaernten.at






